|
08.10.2009 Undine Westphal berichtet:
meine schulimkerei-die einweihung! nun war es also so weit,am 24.09.09 um 13.00 uhr hatten wir zur einweihung geladen.ein toller tag,sogar die sonne hat mitgespielt.ich hatte wochenlang vorher ettliche leute eingeladen.natürlich die heimatpresse,den ndr,alle die mich unterstützt hatten,und natürlich meine 2 hauptsponsoren:die körberstiftung und die firma buddenhagen und steindorff.
 und siehe da,alle kamen und noch viele andere mehr.von wegen bienen intressieren keinen,bei uns ist das anders.der ndr hat sehr zur freude der kinder gefilmt.das ganze wurde am selben abend beim hamburg journal gesendet.die kinder durften sogar das wetter ansagen.sie haben das sehr proffessionell gemacht.ich glaube,wir haben an dem tag den gesammten schulbetrieb lahmgelegt,alle wollten wissen was bei den bienenstöcken los war.
 wir hatten am bienenstand tische aufgebaut,mit kuchen(ich glaube hauptsächlich ist der kuchen in den kindermägen gelandet),infomaterial rund um die bienen,eine fotobeute und ein preisrätsel.wir hatten eine mittelwand in einen bilderrahmen gespannt und die gäste raten lassen wieviele einzelne zellen man dort drauf sehen konnten.(es waren 2559 stück).als preise,natürlich honig.die kinder steckten in den imkeranzügen,und waren stolz wie oskar. es war ein voller erfolg.
 es wurde viel fotografiert,reden gehalten,den sponsoren gedankt und fachgesimpelt.die kinder haben ihre eltern rumgeführt,und überall herrschte eine tolle stimmung. ganz nebenbei wurde mir weitere unterstützung zugesagt,damit das projekt zeitlich unbegrenzt weiterlaufen kann.klasse.
 zur zeit haben wir die ersten unterrichtsstunden hinter uns.die schüler(15 insgesammt aus den 3.und4. klassen)sind nach wie vor begeistert von dem unterricht.die 1. stunde haben wir mit der anprobe der anzüge verbracht(die mädchen hatten hier ganz klar die nase vorn)anschließend hatten wir den bienen einen besuch abgestattet.eine schülerin meinte hinterher,sie wüßte gar nicht warum sie vorher vor bienen angst gehabt hatte. bisher haben wir den körperbau der biene,den entwicklungszyklus,und als highlight Rähmchen gebaut,gedrahtet und mittelwände eingelötet.(keiner hat sich den daumen blau gehauen).
 jede woche ein anderes thema,theori und praxis gut gemischt. dieser kursus läuft bis ende januar,dann wechseln die schüler.bei aufwendigen themen unterrichten wir zu 2.,sonst gebe ich die stunden alleine.in einer der nächsten stunden werden wir uns mit der bienenweide beschäfftigen und blumenzwiebeln pflanzen. die stammen übrigens von den eltern der schüler,als spende für die bienen. ich hatte darum gebeten und siehe da,es klappt. sie glauben gar nicht wieviel spaß so ein projekt bringen kann,wenn alle mit am selben strang ziehen. wenn ich etwas brauch,dann frage ich.bisher hat uns noch keiner steine in den weg gelegt.ganz im gegenteil,volle unterstützung von allen seiten.vielen ,vielen dank lauter glückliche imkerschüler und undine westphal
11. August 2002
Imkerausfahrt des Imkervereins Hamburg-Walddörfer
Am Sonntag, dem 11. August 2002, war es schon wieder soweit. Unsere allseits so beliebte jährliche Imkerausfahrt startete pünktlich um 08.00 Uhr vor der Räucherkate in Volksdorf. Nach den entfernteren Zielen der letzten Jahre in Berlin und der Südheide, blieben wir dieses Mal in benachbarten Gefilden. Die Fahrt führte uns bei herrlichem Sonnenschein zunächst zur Großimkerei Friedhelm Tietjen in Klein Meckelsen und nach dem Mittagessen in die bekannte Reiterstadt Verden. Um die Auslastung des Busses zu verbessern und damit den Fahrpreis in erträglichen Grenzen zu halten, hatten wir erstmals auch in der lokalen Presse auf unsere Ausfahrt hingewiesen. Natürlich wollten wir damit auch für unseren Verein und die Imkerei insgesamt etwas Werbung betreiben. Und die Resonanz war gut.
Zu Beginn der Führung gab uns Herr Tietjen einen umfassenden Überblick über die Entwicklung seiner Firma. In der Diskussion ging er bereitwillig auf alle angesprochenen Themen ein wie z.B. Völkerführung, Honiggewinnung, -abfüllung und -lagerung, Vermarktung und Verkaufskonzepte. Tiefergehende Fragen wurden dann bei dem sich anschließenden Rundgang durch die Räumlichkeiten beantwortet.
1962 bekam der junge Friedhelm Tietjen von seinem späteren Lehrherrn einen Bienenkorb geschenkt, der die Keimzelle für seinen künftigen beruflichen Werdegang sein sollte. 1974 vermarktete er erstmals seinen eigenen Honig auf dem Wochenmarkt in Soltau. Nachdem er 1978 mit Unterstützung seiner Ehefrau Renate den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt hatte, besitzt seine Firma heute 350 Bienenvölker und betreibt einen Honighandel, der sich auf über 20 Wochenmärkte erstreckt. Um seinen Kunden eine möglichst große Sortenvielfalt anbieten zu können, kauft er mit seinem LKW plus Anhänger im europäischen Ausland Honig dazu. Von der Vielfalt und Qualität konnten wir uns am Probierstand ( Foto ) selbst überzeugen. Inzwischen beschäftigt Herr Tietjen in seinem Imkereibetrieb 15 Mitarbeiter und ist natürlich glücklich, daß auch seine drei Kinder, der älteste Sohn Wolfgang tat es bereits, in die Fußstapfen des Vaters treten, d.h. in der elterlichen Imkerei tätig sein wollen.
Der Bericht wäre unvollständig, würde ich hier nicht auch die Pferdezucht der Familie Tietjen erwähnen, die 1975 mit einem geschenkten Esel begann und sich heute auf die Friesenzucht ( Warmblüter / hier nur schwarz ) konzentriert. Dabei ist der Friesenstall Marschhorst ein moderner Zucht- und Ausbildungebetrieb mit drei fachlich gut ausgebildeten Mitarbeitern. Im Jahr 2000 wurde der Hof auf 32 Boxen mit Pferdestall und Führungsanlage ausgebaut. Die beliebten Pferde werden heute auf Auktionen bis in die USA verkauft.
Die Besichtigung des Friesenstalles inklusive Vorstellung der Pferde ( Foto ) war dann auch der Übergang zu dem zweiten Thema unserer Ausfahrt. Denn nach dem köstlichen Mittagessen im Haus der Familie Tietjen ( im Erdgeschoß betreibt Frau Tietjen das Restaurant/Cafe Bi Uns Tu Hus ), brachte uns der Bus nach Verden. Vorher jedoch große Verabschiedung mit Dankesrede und Überreichung des Gastgeschenkes an Herrn Tietjen. Es war ein sehr interessanter und insgesamt wunderschöner Vormittag.
In Verden mußten wir uns aus zeitlichen Gründen leider nur mit zwei Objekten begnügen, d.h. das Deutsche Pferdemuseum und die Konditorei Engelhardt. Unsere Führerin konnte uns aber in ca. 1 ½ Stunden einen guten Überblick über das in Deutschland einmalige Museum geben. Es befindet sich seit 2000 in den historischen Pferdeställen und Mannschaftsräumen der ehemaligen 1831 fertiggestellten Kavalleriekaserne am Holzmarkt. Das Museum präsentiert sich mit einer komplett neu gestalteten Geschichte des Pferdes, des Reitens und des Fahrens. Dabei reicht die Bandbreite vom katzengroßen Urpferdchen von vor 60 Mill. Jahren bis zum Reitfrack von Josef Neckermann ( 1912 – 1992 ), einem der bekanntesten Dressurreiter der jüngsten Vergangenheit. Das Wahrzeichen des Pferdemuseums ist das lebensgroße Denkmal des Trakener Zuchthengstes Tempelhüter vor dem Gebäude.
Nach dem Ausflug in die Pferdewelt fand unsere Imkerausfahrt 2002 dann das geplante Ende bei einer gemütlichen Kaffeetafel draußen auf der Terrasse der Konditorei Engelhardt nur 10 Gehminuten von dem Museum entfernt. Es war eine gelungene Ausfahrt. Alle waren begeistert oder doch zumindest sehr zufrieden und freuen sich bereits auf das nächste Jahr.
Die Planung war so gut, daß der angesagte Regen erst auf halber Strecke zurück nach Hamburg einsetzte.
Klaus Fischer
|
Imkerverein Hamburg-Walddörfer
|
|